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dj12: "Fachfirma verweigert kostenlose Instandsetzung............"
Hallo zusammen..........ich hab ein Problem mit meiner Solaranlage Brauchwasser und der Fachfirma
und bitte um Rat zur weiteren Vorgehensweise.........

Sachverhalt……

2009 Errichtung Solaranlage (5 Flächenkollektoren in Reihe)...
2012 3 mittige Kollektoren beschlagen und ohne Funktion, Garantietausch über Hersteller, Installation auf Dach durch Fachfirma...
2013 Beide äußeren Kollektoren beschlagen und ohne Funktion, erneut Garantietausch über Hersteller, Installation durch neue Fachfirma...
(Monteure der Firma VAILLANT dürfen nicht auf das Dach, Montage bzw. Reparatur nur durch Subunternehmer, Beauftragung aber durch Kunden selbst)
Am 2.09.2016 ca. 15.30 Uhr ein Knall auf dem Dach, Zulauf Solaranlage aus Anschluss gesprengt, Anlage bläst leer, 3bar Druck und ca. 150 Grad...
Anruf bei letzter Firma die auf dem Dach war, Rückmeldung für den 5.09. versprochen...
Am 8.09. erneute Nachfrage meinerseits, man wollte mein Problem auf einmal nicht mehr verstehen, sie kommen aber nur zur Wartung....
Eine Wartung ist nicht möglich……die Anlage steht………war meine Antwort.
Wieder schnellstmögliche Rückmeldung versprochen.
Am 16.09. erneute Nachfrage meinerseits was denn nun ist, dann war zur Zeit kein Techniker, nur einer darf aufs Dach und der hat jetzt Urlaub, Termin für den 29.09. erhalten
29.09. Monteur vor Ort, seine Aussage ……….“so etwas hat er noch nicht gesehen“……..“da war wohl ein Missverständnis im Büro………er hatte andere Infos…..“ obwohl ich mehrmals eindeutig alles geschildert habe.
Es wurden Fotos gemacht, Monteur war auf dem Dach und stellte fest das der Sicherungssplint fehlt und daher der Anschluss rausrutschen konnte.
Nach Rückkehr zur Firma wollte der Monteur gleich alles weitere mit seinem Chef besprechen.
Am 12.10. erneute Nachfrage da noch keine Rückmeldung.
Dann kam innerhalb von 1 Stunde ein Angebot zur Wiederinbetriebnahme der Anlage in Höhe von ca. 1100 €.

Die Begründung war sehr einfach gehalten, hätte ich regelmäßig eine Wartung durchgeführt wäre das alles nicht passiert……..ich bin selbst daran Schuld.
Das sehe ich anders.
Laut der Aussage des VAILLANT-Werkskundendienstes liegt entweder ein Materialfehler seitens der Anlege/ Sicherungen vor oder ein Montagefehler.

Das einfach so dieser Sicherungsmechanismus versagt ist sehr unwahrscheinlich, nicht wenn der Betrieb bisher unauffällig war, und das war er bis zu dem Zeitpunkt.
Deshalb sollte die letzte Fachfirma die an der Anlage war aufs Dach und den Sachverhalt klären.
VAILLANT kann das Verhalten der Fachfirma nicht nachvollziehen, aber die werden es sich nicht mit dem Vertrieb vor Ort verscherzen wollen.

Laut VAILLANT-Werkskundendienst rutscht eine Leitung nicht mal eben so aus der gesicherten Aufnahme, auch bei gestiegenen Druckverhältnissen sind Sicherheitsmechanismen verbaut die einen vielfach höheren Druck als zugelassen abfedern können.
Der Gesetzgeber und der Hersteller schreiben keine feste Wartungs-/ Inspektionszyklen vor, die Fachfirma rät zu einer jährlichen Wartung.
Der BDH- Bund der deutschen Heizungsindustrie schlägt ein Wartungszyklus zwischen 3 und 6 Jahren vor.

Jährlich wäre eine Inspektion, und die ist nicht zwingend notwendig, die wird im Internet als Geldmacherei abgetan.
Die Inspektion (kleine Überprüfung) beinhaltet normalerweise Solarflüssigkeitskontrolle, gibt es Pumpengeräusche, Druckkontrolle

Die Wartung (Große Überprüfung) ist da schon sehr umfangreicher und auch wesentlich teurer. Dort sollte auch eine Sichtkontrolle der Anlage auf dem Dach stattfinden.

Ein fehlender Sicherungssplint wäre dann sicher aufgefallen, ein Materialfehler des selben aber nicht.
Aus meiner Sicht kann die Fachfirma nichts mit VAILLANT abrechnen, da der Sicherungssplint nicht mehr auffindbar ist und man so keinen Materialfehler nachweisen kann.
Einen Montagefehler wird sie auch nicht zugeben, auch ist der Monteur der die Anlage damals repariert hat nicht mehr in der Firma.
Rechnet man zur der Reparatur/ Instandsetzung oder Tausch 3-6 Jahre bis zur 1. Wartung liege ich ja voll im Zeitfenster.

Auch sollte nach dem Tausch der Kollektoren ein Übergabe-/ Inbetriebnahmeprotokoll der Solaranlage übergeben werden, dies habe ich nie erhalten.

Die Anlage wurde ja bei dem Tausch komplett außer Betrieb genommen, Flüssigkeit ablasen etc……dann muss ja ein Protokoll über Druck und weiteres geführt werden.
Der Monteur damals ärgerte sich sehr dass sein Chef kein Gerüst oder Hebebühne mit geordert hat, entsprechend war seine Arbeitsmoral……..wo man ja auch auf den fehlenden Sicherungssplint rückschließen könnte.
So mussten die 2 Module auf einer herkömmlichen Leiter auf das Dach rauf und runter transportiert werden (die Anlage ist auf ca. 10 Meter Höhe, 45 Grad Dachneigung).
Wie kann ich jetzt weiter in der Sache vorgehen?

Bei der Rechtschutzversicherung mache ich noch heute eine Deckungsanfrage, den ich glaube ohne Anwalt bzw. Sachverständigen kommen wir in der Sache nicht weiter.
Über eine Rückmeldung bzw. Hilfestellung in dem Fall würde ich mich sehr freuen……………


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