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omsol: "Geruch bei solar aufgeheiztem Warmwasser"
Hallo Forumsfachleute,

wir haben ein Problem mit dem Geruch unseres solar aufgeheizten Warmwassers. Es riecht süßlich-würzig, der Geruch ist klar wahrnehmbar.
Das kalte Wasser riecht nicht , selbst bei Erhitzen nicht.
Dieser Geruch des heissen Wassers ist uns bereits letzten Herbst aufgefallen. In der winterlichen Zeit, in der keine wesentliche solare Heißwasserbereitung stattfindet, war der Geruch nicht da. Mit Einsetzen des sonnigen Frühjahres und vollen Solarheißwasserbereitung ist auch der Geruch wieder aufgetaucht.
Unsere Solaranlage ist ein Paket der tschechischen Firma Regulus und wurde im Herbst 2006 von einem tschechischen Installateur aus dem nahe gelegenen Znojmo errichtet.
Sie besteht aus 3 Kollektoren vom Typ KPS1 à 2,32 m², das heißt zusammen 7 m² Kollektorfläche (siehe Foto: Kollektor KPS1).
Der Solarboiler Regulus RBC 300 ist innen incl. Wärmetauscherschlangen nach DIN 4753 emailliert (siehe Fotos: Solarboiler RBC 300, RBC 300 und RBC 300 nackt 1-3). Die Magnesium-Anode habe ich zuletzt 2012 kontrolliert, da war sie in erfreulich gutem Zustand.
Die Pumpengruppe ist eine FlowCon S (siehe Foto: Pumpengruppe FlowCon S) mit einem Solarregler DeltaSol BS3 (siehe Foto: Solarregler DeltaSol BS-3). Wegen der starken Sonneneistrahlung bei uns (Standort nahe Retz, noch im Niederösterreichschen Weinviertel) läuft die Steuerung mit Rückkülung auf 60 °C, damit die Kollektoren ihre Hitze wo lassen können.
Der Druck im Solarsystem liegt kalt bei 1,5 bar und unter voller Sonneneinstrahlung bei 2,2 bar, ich habe da nie mehr als 2,4 bar auf dem Manometer gesehen. Die Pumpengruppe hat ein 6 bar Überdruckventil. Der Hauswasserdruck (im Boiler) ist per Druckminderer auf 4 bar begrenzt.
Über die Befüllung der Solaranlage kann ich wenig sagen, es liegen 3 verschiedene Kanister bei der Solaranlage auf den Speicher: 1. Agrimex Kolekton P Super, 2. Zevar Cosmosol Xenon and 3. Solarheat plus. Wegen Undichtigkeiten an den Verschraubungen der Edelstahlwellrohre musste 2 mal die Solarflüssigkeit gewechselt werden. Jetzt ist da soweit alles dicht.
Der tschechische Installateur ist nicht erreichbar und die Kommunikation mit ihm wegen seines schlechten Deutsch und meines schlechten Tschechisch schwierig.

Meine Fragen hier:
- Gibt es einen einfachen Test, um im Heißwasser das Vorhandensein von Solarflüssigkeit zu prüfen?
- Kann ich mir einen Wärmetauscher aus Kupferrohr selbst biegen und durch das Flanschloch in den Boiler schieben und ihn durch den Flanschdeckel führen (siehe Fotos RBC 300 und RBC 300 nackt 2)? Ist so eine Kupferrohrschlange biegsam genug, um sie um die Ecke und in oder zwischen den bestehenden Wärmetauscher in den Boiler zu bringen? Welche Rohrdurchmesser bieten da ein gutes Verhältnis zwischen Biegsamkeit und möglichst großem Durchfluß? Kann das Kupferrohr im Boiler bei Kontakt mit der wahrscheinlich korrodierten Befestigung des eingebauten Wärmetauschers reagieren? Muß ich die Durchführung durch den Flanschdeckel schweißen lassen, oder reicht da eine Lötverbindung?
Ich wollte uns die Anschaffung eines neuen Boilers ersparen und selbst Hand anlegen, was ich meist gut kann.

vielen Dank im voraus für Eure Antworten, omsol


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RBC 300 nackt 1.JPG
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